Ich habe mich auf Grund diverser Umstände näher mit den Thema “Regeln zu befassen.” Ich habe ja bereits im Beitrag https://darkinstinct.de/ein-anfang-regeln-und-tabus/ eine Auflistung meiner Regeln und Tabus veröffentlicht, welche ich zu Beginn meiner BDSM-Beziehung mit meinem Mann hatte.

Mein Verhältnis zu diesem Thema hat sich ein wenig geändert in den letzten Jahren. Mit der Erfahrung reflektiert man natürlich einfach mehr oder anders.

Zu Beginn gehörten diese Regeln einfach zu unserem Spiel. Es war lediglich ein Aspekt, der dazu beigetragen hat, die Atmosphäre entsprechend zu gestalten. Ich habe nichts hineininterpretiert. Ich war einfach neugierig, wissbegierig und lechzte nach einem neuen Erlebnis.

Doch nun? Jahre später? Mein Mann und ich spielen im D/s Kontext nicht mehr. Ich habe diese Verbindung nicht mehr. Ich würde den Regeln folgen, aber einfach nur des Folgens willen und nicht weil es sich nach etwas für mich anfühlt.

Regeln sind für mich tatsächlich wichtig geworden. Von meiner Warte aus geben sie mir einen Rahmen vor, indem ich mich bewege. Sie schaffen Sicherheit. Aber auch eine große Verantwortung. Schließlich vertraut mein Herr dann auch darauf, dass ich die Regeln befolge. Aber ich bin keine sooo gehorsame Sub, dass ich nicht auch mal ausbrechen möchte. Oder sagen wir…ich lege eine Regel sehr großzügig aus?

Ich würde letzteres natürlich nie tun um meinem Herrn zu schaden und auch nur sehr sparsam einsetzen. Wenn die Situation es ermöglicht und es in diesem Moment, in dieser einen Situation eben passt ohne zu Frustration zu führen.

Ich merke, dass mir eine solche Richtschnur fehlt. Ich komme sehr schwer zur Ruhe. Entspanne mich einfach nicht. Dabei ist es doch genau das, was man sich ersehnt. Ein Ankommen.